Bachelor und Master: Was du schon immer über die neuen Studiengänge wissen wolltest

Bachelor und Master: die neuen Studiengänge. Wir erklären die Unterschiede zum Diplom und Magister und zeigen, welche Vorteile die neuen Studiengänge mit sich bringen.

Viele Fachhochschulen und Universitäten haben ihr Studienangebot auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt. Doch was bedeutet das überhaupt, Bachelor und Master? Was ist der Unterschied zu Diplom und Magistergrad? Und wie wirkt sich die Entscheidung für ein Bachelorstudium auf meine beruflichen Chancen aus? Diese Fragen stellen sich noch immer viele angehende Student*innen, obwohl die Hochschulreform bereits vor einigen Jahren in Kraft getreten ist. Und noch immer entscheiden sich viele von ihnen für eine Fachhochschule oder Universität, an der noch die alten Studiengänge angeboten werden. Zu Recht? In diesem Artikel erklären wir dir, was es mit dem Bachelor- und Mastersystem auf sich hat – und welche Vorteile die neuen Studiengänge mit sich bringen.

Bachelorstudium: Was ist neu?

Der englische Begriff Bachelor klingt zwar recht modern, wurde aber schon in mittelalterlichen Universitäten verwendet. Ähnlich wie heute beschrieb das lateinische Äquivalent baccalaureus den untersten akademischen Grad, der Grundvoraussetzung für den weiteren akademischen Bildungsweg ist. Du hast sicher schon bemerkt, dass du für jedes Aufbaustudium – und alles, was danach kommt – den Nachweis über ein abgeschlossenes Bachelorstudium benötigst. Aber was genau passiert in diesem Aufbaustudium? Und inwiefern unterscheidet es sich von Diplom und Magister? Das und noch mehr erfährst du jetzt.

Bachelor, Diplom, Magister – welche Unterschiede gibt es?

Das Diplom und der Magistergrad werden zunehmend durch das Bachelor- und Mastersystem ersetzt. Erstere zeichneten sich durch eine Kombination aus Grund- und Aufbaustudium aus, erlaubten eine flexiblere Gestaltung des Stundenplans und beinhalteten ggf. auch Lehrinhalte mit Praxisbezug. Im Bachelor- und Mastersystem werden Grund- und Aufbaustudium klar voneinander getrennt. Das hat einen signifikanten Vorteil gegenüber den alten Studiengängen: Sowohl beim Diplom- als auch beim Magisterstudium mussten im Verlauf des Studiums eine oder mehrere Zwischenprüfungen (z.B. das sogenannte Vordiplom) abgelegt werden. Diese sind in etwa mit einem Bachelorabschluss vergleichbar – gelten im Gegensatz zu diesem hochschulrechtlich aber nicht als akademischer Grad.

Was heißt das im Klartext?

Ein Diplom- oder Magisterstudium gilt erst dann als bestanden, wenn die entsprechende Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt wurde. Anforderungen und Studiendauer entsprechen aber eher einem Masterstudium. Das bedeutet: Während du beim Bachelor-Master-System meist schon nach 3 Jahren Grundstudium einen vollwertigen Studienabschluss in der Tasche hast, hättest du als Diplom- oder Magisterstudent*in gerade einmal die Hälfte des Weges absolviert. Im Worst Case könntest du die Vorprüfung bestehen, aber an der Hauptprüfung scheitern. Das würde bedeuten, dass du kein Zeugnis überreicht bekämst und demzufolge weder einen Abschluss noch einen Qualifikationsnachweis für deinen späteren Beruf hättest. Und das wiederum hieße, dass du umsonst viel Zeit und Geld in dein Studium investiert hättest und nun ohne Perspektive dastündest. Ein Szenario, vor dem dich das Bachelor- und Mastersystem schützt.

Welche Ziele werden mit dem Bachelor- und Masterstudium verfolgt?

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Selbst, wenn du dich gegen ein Aufbaustudium entscheidest oder den Masterabschluss nicht schaffst, verfügst du mit deinem Bachelorzeugnis über ein wertvolles Dokument, das vielen Arbeitgebern als Qualifikationsnachweis genügt.

Aber ein Bachelorstudium hat noch mehr Vorteile: Das neue Studiensystem soll dich nicht nur absichern, sondern außerdem für einen geregelteren Studienablauf sorgen, der auch international anerkannt wird. Das eröffnet Student*innen wie dir völlig neue Chancen – z.B. auf ein Auslandssemester oder ein komplettes Auslandsstudium, das du dir durch CP (Credit Points) anrechnen lassen kannst.

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Welche Chancen habe ich mit einem Bachelor- oder Masterabschluss auf dem Arbeitsmarkt?

Neues braucht Zeit, um sich zu etablieren. Das war zunächst auch beim Bachelor- und Masterabschluss der Fall. Leider gab es Fälle, in denen Absolvent*innen mit Bachelor- oder Masterzeugnis gegenüber solchen mit Diplom oder Magistergrad benachteiligt wurden. Aus Arbeitgebersicht geschah das meist aus einem profanen Grund: Man setzte lieber auf Altbewährtes, anstatt vermeintliche Risiken einzugehen. Vor allem im technischen Bereich war dies ein häufiges Phänomen. Um das künftig zu verhindern, wird bei neuen Studiengängen streng auf deren Akkreditierung geachtet.

Was bedeutet Akkreditierung?

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Die Akkreditierung ist eine Maßnahme, durch die die Qualitätssicherung von Studiengängen an Fachhochschulen und Universitäten gewährleistet werden soll. Zu den Zielen der Akkreditierung gehören:

  • Sicherung einer hohen Qualität von Lehre und Studium
  • Optimierung der internationalen Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen
  • Erhöhung der Transparenz der Studiengänge
  • Unterstützung für Studierende und Arbeitgeber*innen bei Orientierung über neu eingeführte Studiengänge.

Bachelorstudium und Masterstudium heute

Mittlerweile hat sich das Bachelor-Master-System weitgehend durchgesetzt und ist aus der heutigen Berufswelt auch nicht mehr wegzudenken. Früher oder später werden die meisten Studiengänge vollständig auf das neue System umgestellt sein – nur in den Bereichen Medizin, Rechtswissenschaften und Technik wird das Diplom wohl weiterhin fester Bestandteil bleiben. Bachelor und Master sind vor allem deshalb so wertvoll für unser Bildungssystem, weil die teilweise hohen Gefälle zwischen Hochschul- und Uni-Abschluss weitgehend aufgelöst werden. Auf dem Arbeitsmarkt gelten beide Formen als nahezu gleichwertig – vor allem in Anbetracht des vorherrschenden Fachkräftemangels.

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