Die XU University entsteht: Die Idee

Die Schule von Salerno, im Süden Italiens, gilt als eine der ältesten Universitäten Europas. Der Legende nach wurde sie im 9. Jahrhundert gegründet, nachdem ein griechischer Pilger namens Pontus während eines Sturms Unterschlupf unter den Bögen des Aquädukts nahe der Stadt suchte.

Die Schule von Salerno, im Süden Italiens, gilt als eine der ältesten Universitäten Europas. Der Legende nach wurde sie im 9. Jahrhundert gegründet, nachdem ein griechischer Pilger namens Pontus während eines Sturms Unterschlupf unter den Bögen des Aquädukts nahe der Stadt suchte. Dort traf er auf Salernus, einen Latiner, der an der gleichen Stelle rastete und seine Wunden versorgte. Pontus beobachtete interessiert dessen medizinische Kenntnisse. In der Zwischenzeit waren zwei weitere Reisende, der Jude Helinus und der Araber Abdela, hinzugekommen. Gemeinsam kümmerten sich die vier Reisenden aus unterschiedlichen Kulturen um die Versorgung des Verletzten. Schließlich kamen sie überein, eine Schule zu gründen, in der ihre medizinischen Kenntnisse gesammelt und verbreitet werden sollten.

Oftmals liegt der Ursprung von Hochschulen und Bildungseinrichtungen in den Herausforderungen der jeweiligen Zeit begründet. Seien es die medizinischen Fakultäten der berühmten italienischen Universitäten Padua und Siena oder die Gründung biologischer und agrarwissenschaftlicher Studiengänge als Reaktion auf historische Hungersnöte.

Heute ist es die Digitalisierung, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft vor neue, bisher nicht gekannte Herausforderungen stellt: Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle und -prozesse an die Logik und Geschwindigkeit digitaler Ökonomien anpassen; junge Menschen werden mit neuen Formen des Arbeitens konfrontiert und müssen digitale Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden, um für zukünftige Aufgaben gerüstet zu sein.

Die Zeit ist also reif für eine Hochschule, die konsequent auf die Themen und Herausforderungen des digitalen Wandels ausgerichtet ist. Und so entstand die Idee zur Gründung der XU Exponential University of Applied Sciences. Denn wir sind davon überzeugt, dass sich diese Herausforderungen nicht mit vorhandenen Methoden und Institutionen lösen lassen. Deshalb kann auch die XU keine Hochschule sein wie jede andere.

So wie die vier Reisenden in der Legende Kenntnisse sammeln und verbreiten wollten, wollen wir die XU zu einem Ort machen, an dem Menschen mit unterschiedlichen fachlichen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen, um ihr Wissen auszutauschen und Neues zu kreieren – ohne starre Hierarchien, vorgefasste Lehrmeinungen oder Grenzen zwischen den Disziplinen. Die XU soll dabei zu einem internationalen Knotenpunkt der digitalen Welt werden, zu einer Homebase für Freigeister und Abenteurer, Revolutionäre, moderne Nomaden und brillante Köpfe.

Den Studierenden wollen wir dabei nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch eine Haltung, die sie zu exponentiellen Leistungen befähigt und zu Leadern und Gestaltern einer neu entstehenden Welt macht. Wir wollen unsere Forschung und Lehre international, weltoffen, interdisziplinär und vernetzt ausrichten und die Arbeitsweisen von Start-ups und digitalen Champions mit höchsten akademischen Standards verbinden.

Das ist die Idee. Bis zur ihrer Umsetzung ist noch viel zu tun. Also lassen Sie uns schnell starten!

von Uwe Eisermann, Gründungspräsident XU Exponential University of Applied Sciences (i.Gr.)